Spaziergang zu Menschenrechten
Amnesty-Gruppe lädt zu einem besonderen Stadtrundgang ein

Foto: ai soest
Soest. Die Soester Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International lädt zu Aktionen rund um den Tag der Menschenrechte ein. Ein runder Geburtstag. Ein Grund zum Feiern. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird 70 Jahr alt. Am 10. Dezember 1949 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Katalog von 30 Rechten, die jedem Menschen überall und jederzeit zustehen. Ein Grund zum Feiern, und dennoch will keine echte Partystimmung aufkommen. Denn gegen die Menschenrechte wird jeden Tag verstoßen. Und immer öfter wird ihre grundsätzliche Gültigkeit sogar ganz offen in Frage gestellt. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International (AI) kämpfen dafür, dass Verstöße gegen die Menschenrechte bekannt werden, Opfer Gerechtigkeit erfahren und die Täter bestraft werden. Die Soester AI-Gruppe gehört zu diesem weltweiten Netzwerk. Am Montag, 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, lädt sie zu einem besonderen Stadtrundgang ein. Start ist um 16 Uhr am Markt vor dem ehemaligen Bekleidungshaus Kress. "Wir haben uns gefragt, wo die Menschenrechte für uns ganz konkret erfahrbar werden“, erläutert Gruppensprecherein Ulla Gutsche. Ein solcher Ort ist zum Beispiel das Rathaus. Hier macht AI mit einer Info-Tafel auf Menschenrechte wie das Wahlrecht oder das Recht auf soziale Sicherheit aufmerksam und dokumentiert Beispiele für Verstöße gegen diese fundamentalen Rechte. Weitere Orte sind das Paradiesportal des Patrokli-Doms, die Stadtbücherei, die Diakonie, die Räume des Kinderschutzbundes an der Nöttenstraße und die Volkshochschule. Mitglieder Soester AI-Gruppe geben an den einzelnen Stationen Informationen zu den jeweiligen Artikeln der Menschenrechtserklärung und erläutern aktuelle Fälle. Bereits am Samstag, 8. Dezember, beteiligt sich die AI-Gruppe am weltweiten Briefmarathon ab 10 Uhr mit einem Stand im Geschäft „Lebensgarten“ . Beim Briefmarathon geht es darum, zu ausgewählten Fällen in kurzer Zeit möglichst viele Appellbriefe an die Verantwortlichen zu schreiben, um so Druck auszuüben. Die „Hörzeit“ am Samstag, 15. Dezember, ab 11 Uhr in der Petrikirche steht ebenfalls im Zeichen des Briefmarathons. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Gospelchor „Magnificats". Nach der „Hörzeit“ bittet Amnesty um Unterschriften unter die Appellbriefe. „In den vergangenen Jahren haben uns die Soester immer zahlreich unterstützt. Wir hoffen auch diesmal wieder auf gute Resonanz“, sagt Ulla Gutsche. „Denn die Menschrechte brauchen gerade jetzt den Einsatz von uns allen.“
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