Marathon für die Menschenrechte
Amnesty Soest beteiligt sich an weltweiter Aktion

„Dein Brief kann Leben retten“, steht auf dem Plakat. Nur eine naive Hoffnung? Nein. Denn wenn Tausende Briefe schreiben kann das sogar auf Regime Eindruck machen, die die Achtung der Menschenrechte nicht zu ihrem Regierungsprogramm gemacht haben. 
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) kann deshalb immer wieder von erfolgreichen Einsätzen für Opfer von Menschenrechtsverletzungen berichten. 
So wurde im vergangenen August der Usbeke Erkin Musaev nach elf Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen. Der ehemalige Regierungsbeamte war gefoltert und in einem unfairen Prozess zu zwanzig Jahren Haft verurteilt worden. Amnesty hatte sich für seine Freilassung eingesetzt. 
„Meine Freilassung ist tatsächlich ein großer Sieg und euer Beitrag dazu ist von unschätzbarem Wert. Ich möchte betonen, dass sich das Verhalten der Straflager-Verwaltung mit gegenüber veränderte, nachdem viele Aktivisten Unterstützungsbriefe geschrieben hatten“, heißt es in einem in einem Brief von Musaev an Amnesty.
Es sind solche Erfolgsmeldungen, die Mut machen, den Einsatz für die Menschenrechte fortzusetzen. Rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, ruft AI weltweit zum  Briefmarathon auf. In kurzer Zeit sollen dabei zu ausgewählten Fällen so viele Briefe wie möglich geschrieben werden. So soll der Druck auf die Verantwortlichen erhöht und die Verletzung von  Menschenrechten stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Beim Briefmarathon 2016  wurden weltweit mehr als 4,6 Millionen Briefe, Appelle und E-Mails für Menschen in Not und Gefahr verschickt.
Die Soester Gruppe von Amnesty International beteiligt sich jedes Jahr am Briefmarathon. Am Freitag, 8. Dezember, bitten Gruppenmitglieder ab 10 Uhr im „Lebensgarten“ um Unterschriften unter Appellbriefe. 
Am Samstag, 9. Dezember, steht die „Hörzeit“ in der Petrikirche ab 11 Uhr im Zeichen des Briefmarathons. Pfarrer Christian Casdorff wird über die Fälle sprechen, die diesmal ausgewählt wurden. Anschließend sind die Besucher eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Bis 14 Uhr stehen dann Amnesty-Aktive in St. Petri bereit, um zu informieren und weitere Unterschriften zu sammeln.
„Im vergangenen Jahr haben wir viel Unterstützung bekommen. Wir hoffen, dass auch diesmal wieder viele Menschen durch ihre Unterschrift Solidarität mit den Opfern zeigen und die Verantwortlichen zum Handeln auffordern“, sagt Ulla Gutsche, Sprecherin der Soester Gruppe. Denn: „Menschenrechte verteidigen ist kein Verbrechen.“ Das unterstrich Idil Eser, Direktorin der türkischen Amnesty-Sektion, vor wenigen Wochen an ihrem ersten Prozesstag in Istanbul.
 
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