Theaterbesucher unterschreiben ai-Appellbrief 

Im Amtsgericht an der Nöttenstraße ging es um Leben und Tod. Im Theaterstück „Die 12 Geschworenen“ muss die Jury entscheiden, ob ein Achtzehnjähriger wegen Mordes zum Tode verurteilt werden soll. Die Soester Theatergruppe „Stage“ hatte den Stoff auf die Bühne gebracht. Aufführungen waren vom 29. Juni bis 3. Juli. Leiter der Gruppe ist Frank Schindler, der sich seit Jahrzehnten für amnesty international engagiert.
Für die Soester ai-Gruppe waren die Aufführungen eine gute Gelegenheit, die Besucher auf  den aktuellen Stand im Kampf gegen die Todesstrafe aufmerksam zu machen. 
ai fordert die bedingungslose Abschaffung der Todesstrafe, weil sie dem Recht auf Leben widerspricht. Der Staat muss Straftäter zwar im Rahmen von rechtsstaatlichen Verfahren zur Rechenschaft ziehen, hat aber nicht das Recht zu töten. Die Todesstrafe ist eine grausame Bestrafung. Wiedergutmachung nach einem Justizirrtum ist ausgeschlossen.
Die ai-Gruppe hatte Schautafeln vorbereitet, die die Verbreitung der Todesstrafe und die Zahl der Hingerichteten dokumentierten. Dazu boten Gruppenmitglieder Informationsmaterial zum Mitnehmen an. Dutzende Theaterbesucher schlossen sich der Bitte an, einen Appellbrief an den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu unterschreiben. Weißrussland ist das letzte Land Europas, in dem die Todesstrafe praktiziert wird.
An drei Aufführungsterminen bauten Gruppenmitglieder den ai-Stand vor dem Gerichtsgebäude auf und kamen mit den Besuchern ins Gespräch. „Wir danken dem Amtsgericht für die Unterstützung bei unserer Aktion“, freut sich Gruppensprecherin Ulla Gutsche über die gelungene Zusammenarbeit. (M.H.)
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