450 Briefe für die Freiheit
Erwitter Oberstufenschüler machen beim Briefmarathon mit

Valentina Guida, Niels Große Kleimann und Anne Droste (v.l.) haben sich für den Briefmarathon am Städtischen Gymnasium engagiert und sind stolz auf den Erfolg: 450 Briefe wurden an die deutsche Amnesty-Sektion weitergeleitet. Foto: Huckebrink
Für ein Päckchen war die Sendung zu schwer. Der Stapel mit Appellbriefen musste als Paket auf die Reise gehen. 450 Briefe haben Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe des Städtischen Gymnasiums unterschrieben. Damit setzen sie sich dafür ein, dass Menschenrechte geachtet und Verstöße verfolgt werden.
Jedes Jahr ruft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, zu einem Briefmarathon auf. „Schreib für die Freiheit“, lautet das Motto. 
Das Ziel ist es, möglichst viele Appellbriefe in einem kurzen Zeitraum zu schreiben. Amnesty hat dafür eine Reihe von Fällen ausgesucht, für die beim Briefmarathon Öffentlichkeit hergestellt werden soll. Mit der Aktion macht ai auf die Verletzung elementarer Rechte aufmerksam. Die große Anzahl an Briefen soll Regierungen besonders unter Druck setzen. 2015 wurden weltweit 3,7 Millionen Briefe geschrieben. Der Schreib-Marathon ist eine Erfolgsgeschichte. Auch im vergangenen Jahr kamen nach dem Briefmarathon Menschen frei, für die sich die Teilnehmer am Briefmarathon eingesetzt hatten. 
Jugendliche lädt Amnesty zum Briefmarathon an Schulen ein. Dabei geht es auch darum, das Bewusstsein für die Bedeutung der Menschenrechte zu wecken und junge Menschen zu motivieren, sich für Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu engagieren.
Das Erwitter Gymnasium hat sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal am Briefmarathon beteiligt. Anne Droste, Valentina Guida, beide Q2, und Schülersprecher Niels Große Kleimann hatten die Aktion für die Schülervertretung (SV) in die Hand genommen. Sie besuchten insbesondere die SoWi-Kurse in der Oberstufe und stellten dort die Arbeit von ai und die aktuellen Fälle vor. Lehrer Martin Huckebrink, Mitglied der Soester ai-Gruppe, begleitete das Trio bei seinem Engagement.
Ein außergewöhnliches Engagement, das diesmal auf besonders große Resonanz stieß. Es kamen nämlich noch nie so viele Unterschriften zusammen wie beim Briefmarathon 2016. Am Ende steckten 450 Appellbriefe im Paket an die deutsche ai-Sektion in Berlin. Von dort werden die Schreiben an die jeweiligen Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen weitergeleitet. M.H.
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