Schüler schreiben Protestbriefe
Briefmarathon am Städtischen Gymnasium Erwitte

Einen dicken  Umschlag mit Appellbriefen schickte die Schülervertretung des Städtischen Gymnasiums Erwitte an die deutsche ai-Sektion.
140 Briefe gingen vom Städtischen Gymnasium auf die Reise nach China und Nigeria. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und Lehrerinnen und Lehrer unterstützen so mit ihrer Unterschrift den Briefmarathon von  amnesty international (ai).  Zu ihrer Aktion angeregt hatte die Schülerinnen und Schüler Lehrer Martin Huckebrink, der in der Soester ai-Gruppe aktiv ist.
Amnesty hatte anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember dazu aufgerufen, sich für Frauen und Männer einzusetzen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden sind. 
Die Schülervertretung (SV) hatte für ihre Aktion zwei Fälle ausgewählt: Der bei seiner Festnahme 16 Jahre alte Nigerianer Moses Akatugba wurde 2013 zum Tode verurteilt, weil er angeblich Mobiltelefone gestohlen haben soll. In der Haft war er gefoltert worden, um ein Geständnis zu erpressen. Der Jugendliche sitzt jetzt in der Todeszelle. Amnesty setzt sich weltweit für die Ächtung der Folter ein und kämpft gegen die Todesstrafe. Zudem ist es nach internationalem Recht verboten, die Todesstrafe gegen eine Person zu verhängen, die zum Tatzeitpunkt minderjährig war. Die Protestbriefe sollen Moses Aktugba zeigen, dass er nicht allein ist.
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beteiligten sich am Briefmarathon.
Im zweiten Fall geht es um die chinesische Bürgerrechtlerin Liu Ping. Sie sitzt im Gefängnis, weil sie die Korruption ihrem Heimatland angeprangert hat. Amnesty fordert ihre sofortige Freilassung, weil sie nach Auffassung der Organisation eine gewaltlose politische Gefangene ist.
Beim SV-Seminar hatte sich eine Gruppe mit Menschenrechtsverletzungen befasst und eine Plakatwand erstellt. Schülersprecherin Sarah Luisa Guida und SV-Mitglied Hanno Kreimer hatten zudem eine Power-Point-Präsentation erarbeitet, die in SoWi-Kursen der Oberstufe eingesetzt wurde, um auf die Verletzung von Menschenrechten aufmerksam zu machen. Auch beim Weihnachtskonzert hatte die SV einen Stand aufgebaut und sammelte Unterschriften von den Gästen.
„Das ist ein gutes Ergebnis“, freut sich Hanno Kreimer mit Blick den dicken Stapel mit Appellbriefen. Diese Briefe gingen nun an die deutsche amnesty-Sektion. Von dort werden sie weitergeleitet. Der Briefmarathon gehört zu den größten Menschenrechtsaktionen weltweit. Das Erwitter Gymnasium hatte sich zum ersten Mal daran beteiligt. Die Menschenrechte sind Thema im SoWi-Unterricht in der Sekundarstufe II.
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