Menschenrechte sind Kinderrechte. 
Kinderrechte sind Menschenrechte
Mit zwei Aktionen hat die Soester ai-Gruppe auf Menschenrechts- verletzungen an Kindern aufmerksam gemacht. An einem Stand in der Fußgängerzone am 25. Oktober 2008  informierte ai über Kinderrechte und bat um Unterschriften unter eine Petition an die Machthaber im Iran, weil sie eine Mutter mit mehreren Kindern in Geiselhaft halten. ai gestaltete den Infostand zu den Kinderrechten gemeinsam mit der Unicef-Gruppe Lippstadt, die auch in Soest aktiv ist.
Zeitgleich durfte ai wieder ein Schaufenster in der Ritterschen Buchhandlung gestalten. Auch bei dieser Aktion drehte sich alles um das Thema Kinderrechte. Die ai-Informationen und dazu passende Bücher waren eine Woche lang zu sehen
Die Aktionen gehören zu den Veranstaltungen zum 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Der 10. Dezember 1948. "Ich werde Ihnen nun die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vorlesen", sagt Eleanor Roosevelt als sie vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen tritt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist das Ergebnis eines zweijährigen Entwicklungsprozesses: In 30 Artikeln hat die UNO die Menschenrechte definiert, die jedem Menschen zustehen sollten.
Das von "allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal" wird zu einem der wichtigsten Dokumente der Menschheitsgeschichte. Sie ist Grundlage völkerrechtlicher Verträge und vieler Staatsverfassungen. Alle Staaten, die sich den Vereinten Nationen anschließen, erkennen die Erklärung automatisch an.
Lesen und schreiben lernen, genug essen und spielen - noch immer müssen viele Kinder auf das Wichtigste im Leben verzichten. Millionen von Jungen und Mädchen arbeiten in Minen oder kämpfen im Krieg. Das verstößt gegen die Menschenrechte. Kinder brauchen Schutz und besondere Unterstützung, um ihre Rechte durchzusetzen. Amnesty ist dabei.
Kinderrechte müssen verteidigt werden. Deshalb hat die UNO 1989 die "Konvention über die Rechte des Kindes" beschlossen. Demnach haben alle Kinder einen Anspruch auf Bildung, Gesundheit, Freizeit, Spiel und Erholung. Das Abkommen ist der einzige völkerrechtliche Vertrag, den alle UNO-Staaten unterzeichnet haben. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander.
Die Unterzeichner haben sich verpflichtet, Kinder vor Arbeit zu schützen, die deren Entwicklung behindert. Dennoch schuften rund 250 Millionen Kinder unter Bedingungen, die ihrer Gesundheit schaden oder keine Zeit für den Schulbesuch und zum Spielen lassen. Zudem hat jedes Kind das Recht auf einen kostenlosen Grundschulplatz. Doch 130 Millionen Kinder besuchen keine Schule. Die meisten von ihnen sind Mädchen. Die Vertragsstaaten müssen auch dafür zu sorgen, dass Kinder nicht für bewaffnete Einheiten rekrutiert werden. Doch nach Schätzungen der Vereinten Nationen kämpfen über 250.000 Kindersoldaten in reguläre Armeen oder Rebellengruppen. In einigen Ländern wird bis heute die Todesstrafe gegen Minderjährige verhängt.
Amnesty International fordert die Umsetzung aller Kinderrechte. In der internationalen "Koalition gegen den Einsatz von Kindersoldaten" arbeiten wir mit anderen Organisationen gegen die Rekrutierung Minderjähriger für den Krieg. Wir decken Fälle auf, in denen Mädchen und Jungen das Recht auf Bildung verweigert wird und kämpfen gegen die Hinrichtung jugendlicher Straftäter. Außerdem arbeitet Amnesty mit Lehrerinnen und Lehrern zusammen, um Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte aufzuklären.
Amnesty International fordert von den Regierungen
  • allen Kindern den Besuch von Grundschulen zu ermöglichen, 
  • aktiv gegen die Ausbeutung (Arbeit, sexuelle, ...) von Kindern vorzugehen, 
  • Hinrichtungen von jugendlichen Straftätern sofort auszusetzen, 
  • bei der Inhaftierung von Jugendlichen internationale Mindeststandards zu garantieren, 
  • Jugendliche nicht in Gefängnisse für Erwachsene zu sperren.
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