Erschossen wegen Gemüsediebstahls
Amnesty informiert über die Todesstrafe

Beim Wirtschaftswachstum schlägt China alle Rekorde. 
Wenn es um die Menschenrechte geht, nimmt das „Reich der Mitte" ebenfalls einen Spitzenplatz ein.
Allerdings einen negativen.
Denn in keinem Land der Welt werden so viele Menschen hingerichtet wie in der Volksrepublik. Für über 70 Delikte wird die Todesstrafe verhängt - sogar Gemüsediebstahl steht auf der Liste der Straftaten, die mit dem Tod bestraft werden können. 
Die Verfahren entsprechen nicht rechtsstaatlichen Grundsätzen. Die Hinrichtungen werden häufig als öffentliches Massenspektakel in Szene gesetzt. 

Für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) ist die Todesstrafe
eine massive Menschenrechtsverletzung. 
Die Soester AI-Gruppe beteiligt sich am Kampf gegen die Todesstrafe - in China und allen anderen Ländern, die weiterhin an dieser unmenschlichen Bestrafung festhalten. 

Im Februar berichtete Juan Melendez bei seinem Besuch in Soest von den langen Jahren als unschuldig Inhaftierter in einem US-Todestrakt. Hunderte verfolgten damals die beiden Veranstaltungen. 

Amnesty setzt seine Informationsarbeit über die Todesstrafe am Dienstag, 5. Dezember, um 20 Uhr im Alten Schlachthof fort. 
Anlass für die Veranstaltung ist der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. 

„Oberstes Menschenrecht ist das Recht auf Leben - Todesstrafe ist die schlimmste Menschenrechtsverletzung" hat die Gruppe den Abend überschrieben.

Es geht zunächst um die Situation in China. Dazu wird ein Film gezeigt. 
Argumente für und gegen die Todesstrafe sollen danach überprüft werden. „Dabei geht es auch darum zu diskutieren, ob Saddam Hussein an den Galgen muss", weist Frank Schindler auf die Aktualität des Problems hin. 
Schindler gehört zu den Gruppenmitgliedern, die den Abend vorbereitet haben.

Amnesty wird auch um Unterstützung für eine aktuelle Kampagne gegen die Verhängung der Todesstrafe gegen minderjährige und psychisch Kranke in den USA bitten. Alle Interessierten sind zum Besuch eingeladen. 
Der Eintritt ist frei.

Westfalenpost 25.11.2006
 
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