briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS JUNI 2017

 
Türkei: 
Inhaftierte Medienschaffende freilassen!
Aktivistinnen und Aktivisten demonstrieren am 24. Februar 2017 vor dem türkischen Konsulat in Rotterdam für Meinungsfreiheit 

© Amnesty International, Foto: Marieke Wijntjes

Seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 sind über 160 Medienbetriebe im Land geschlossen worden. Journalist_innen und Medienschaffende aller oppositionellen Richtungen werden in beispielloser Weise verfolgt. Zurzeit sitzen ein Drittel aller weltweit inhaftierten Journalist_innen in türkischen Gefängnissen ein.
Es ist zwar die Pflicht der türkischen Regierung, den Putschversuch des vergangenen Jahres zu untersuchen und Terrorismus zu bekämpfen, doch ist es genauso ihre Pflicht, dies unter Wahrung der Rechte auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien zu tun.
Die lange Inhaftierung von mehr als 120 Journalist_innen ist willkürlich und stellt eine Strafmaßnahme dar. Vielen der Inhaftierten könnten unbegründete Anklagen wegen Terrorismus drohen, mit denen sie schikaniert und eingeschüchtert werden sollen, damit sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht länger wahrnehmen.Hier können Sie Musterbriefe auf Deutsch und Englisch zum Fall der inhaftierten Medienschaffenden herunterladen. Diese können Ihnen als Vorlage dienen, oder Sie können sie abspeichern, ausfüllen und entweder als Datei per E-Mail versenden oder ausgedruckt per Post.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Justizminister und dringen Sie darauf, alle nach dem 15. Juli 2016 in Untersuchungshaft genommene Journalist_innen und Medienschaffende umgehend freizulassen. Bestehen Sie darauf, dass der Justizminister im Rahmen seiner Zuständigkeit darauf achtet, die Grundsätze der Meinungsfreiheit und fairer Verfahren zu beachten und sicherzustellen, dass die Gefangenen nicht unter unmenschlichen oder erniedrigenden Haftbedingungen festgehalten werden.

Schreiben Sie in gutem Türkisch, Englisch oder Deutsch an: 
Justizminister Mr Bekir Bozda? Ministry of Justice Adalet Bakanl??? 06659 Ankara, TÜRKEI (Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister) Twitter: @bybekirbozdag Fax: (00 90) 0312 419 33 70 E-Mail: ozelkalem@adalet.gov.tr (Standardbrief Luftpost: 0,90 Euro)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Türkei S. E. Herrn Ali Kemal Ayd?n Tiergartenstr. 19-21 10785 Berlin Fax: 030–275 90 915 E-Mail: botschaft.berlin@mfa.gov.tr 
(Standardbrief: 0,70 Euro
 


Sie können dazu einen in deutscher  (oder englischen ) Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:
Justizminister Mr Bekir Bozda?
Ministry of Justice
Adalet Bakanl???
06659 Ankara, TÜRKEI
 
 

Sehr geehrter Herr Minister,

seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 sind über 160
Medienbetriebe im Land geschlossen worden. Journalist_innen und Medienschaffende aller oppositionellen Richtungen werden in beispielloser Weise verfolgt.

Es ist zwar die Pflicht der türkischen Regierung, den Putschversuch des vergangenen Jahres zu untersuchen und Terrorismus zu bekämpfen, doch ist es genauso ihre Plicht, dies unter Wahrung der Rechte auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien zu tun. 
Die lange Inhaftierung von mehr als 120 Journalist_innen verstößt gegen diese Gebote. Sie ist willkürlich und als Strafmaßnahme gedacht.

Aus diesem Grund bitte ich Sie, alle nach dem 15. Juli 2016 in Untersuchungshaft
genommene Journalist_innen und Medienschaffende umgehend freizulassen.

Ich möchte Sie zudem bitten, dafür zu sorgen, dass die Grundsätze der Meinungsfreiheit und fairer Verfahren beachtet werden. Stellen Sie bitte sicher, dass die Gefangenen nicht unter unmenschlichen oder erniedrigenden Haftbedingungen festgehalten werden.

Mit freundlichen Grüßen,
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de


Anschreiben 
in Englisch als Druckausgabe:
 pdf
Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
pdf
 

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