briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS OKTOBER 2015

 
Iran - Omid Kokabee
 Omid Kokakbee: © Private
Omid Kokabee wollte nach einem Besuch bei seiner Familie im Iran gerade die Rückreise in die USA antreten, als er am 30. Januar 2011 am Flughafen von Teheran festgenommen wurde. Er war zu diesem Zeitpunkt Doktorand der Physik an der Universität von Texas. Nach 15 Monaten in Untersuchungshaft fand im Mai 2012 ein Gerichtsverfahren statt. Man warf ihm "Kontakt mit feindlich gesinnten Ländern" und "Erhalt verbotener Zahlungen" vor. Bei diesen Zahlungen handelt es sich um das Stipendium der Universität Texas. Vor Gericht wurde kein Beweismaterial gegen ihn vorgelegt und es wurde ihm untersagt, vor der Verhandlung mit seinem Rechtsbeistand zu sprechen.
Omid Kokabee wurde in Einzelhaft festgehalten, über lange Zeiträume hinweg verhört und unter Druck gesetzt, um ein "Geständnis" abzulegen. Er berichtete, dass die Behörden ihn nötigten, Einzelheiten über Personen aufzuschreiben, die er in Botschaften oder bei Konferenzen gesehen hatte. Die Verhörbeamten beschuldigten anschließend einige dieser Menschen, für den US-Geheimdienst CIA zu arbeiten.
Im Januar 2015 wurde die zehnjährige Haftstrafe gegen Omid Kokabee von der Abteilung 54 des Berufungsgerichts in Teheran bestätigt. Er ist zunehmenden Schikanen durch die Gefängnisbehörden ausgesetzt. So wird er beispielsweise immer öfter daran gehindert, wissenschaftliche Zeitschriften und Bücher zu lesen, die er größtenteils von seiner Familie erhält.
Amnesty International geht davon aus, dass es sich bei Omid Kokabee um einen gewaltlosen politischen Gefangenen handelt, der sich nur deshalb im Gefängnis befindet, weil er sich weigerte, für das iranische Militär an Nuklearprojekten zu arbeiten, und weil er legitime akademische Verbindungen mit Hochschulinstitutionen im Ausland unterhält.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Obersten Religionsführer des Iran und fordern Sie darin die Freilassung von Omid Kokabee, die Aufhebung des Schuldspruchs und damit auch der Haftstrafe. Bis zur Entlassung aus der Haft muss
ihm der regelmäßige Besuch seines Rechtsbeistands gestattet werden.

Schreiben Sie in gutem Persisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei
Leader of the Islamic Republic
Islamic Republic Street - End of Shahid Keshvar Doust Street
Tehran, IRAN
E-Mail: über die Website:
www.leader.ir/langs/en/index.php?p=suggest
Twitter: @khamenei_ir
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,80 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Islamischen Republik Iran
S.E. Herrn Ali Majedi
Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin
Fax: 030-84353535
E-Mail: info@iranbotschaft.de


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:
Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei
Leader of the Islamic Republic
Islamic Republic Street - End of Shahid Keshvar Doust Street
Tehran, IRAN

Exzellenz, 

bitte geben Sie mir ein paar Minuten Zeit, um Sie über das Schicksal von Omid Kokabee zu informieren.

Omid Kokabee wollte nach einem Besuch bei seiner Familie im Iran gerade die Rückreise in die USA antreten, als er am 30. Januar 2011 am Flughafen von Teheran festgenommen wurde. Er war zu diesem Zeitpunkt Doktorand der Physik an der Universität von Texas.
Ihm wurde vorgeworfen im Kontakt mit feindlich gesinnten Ländern zu sein und verbotene Zahlungen erhalten zu haben. Das Gerichtsverfahren im Mai 2012 fand erst nach 15 Monaten Untersuchungshaft statt. Es wurde ihm vor der Verhandlung verwehrt, Kontakt mit seinem Rechtsbeistand aufzunehmen. 
Vor Gericht wurde kein Beweismaterial gegen ihn vorgelegt, dennoch wurde er zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. 

Ich bitte Sie eindringlich ,dass Sie sich für die Freilassung von Omid Kokabee und die Aufhebung des Schuldspruches einsetzen.
Bitte sorgen Sie dafür, dass Omid Kokabee bis zu seiner Freilassung regelmässig Kontakt zu seinem Rechtsbeistand hat.

Hochachtungsvoll
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de


Anschreiben 
in Englisch als Druckausgabe:
pdf
 
Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
pdf
 

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