briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS NOVEMBER 2014

 
Vereinigte Arabische Emirate - Dr. Mohammed Al-Roken 
Dr Mohammed al-Roken: © Privat
Mohammed al-Roken ist ein bekannter Menschenrechtsanwalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und ein langjähriger Unterstützer von Amnesty International. Er war 2012 festgenommen worden, als die Regierung mit großer Härte gegen Personen vorging, die sich für politische Reformen und den Schutz der Menschenrechte in den VAE einsetzten.
Mohammed al-Roken wurde im Juli 2013 in dem als "VAE 94" bekannten Sammelverfahren, das bei Weitem nicht den internationalen Standards für ein faires Verfahren entsprach, zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ihm und 68 weiteren Personen wurde vorgeworfen, eine geheime Organisation gegründet zu haben, um die Regierung zu stürzen.
Mohammed al-Roken sowie die anderen Personen, die in dem Sammelverfahren angeklagt wurden, hatten in Untersuchungshaft keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand und wurden in Einzelhaft gehalten. Einige von ihnen gaben vor Gericht an, gefoltert worden zu sein - dennoch wurden die mutmaßlich durch Folter erzwungenen "Geständnisse" in dem Verfahren als Beweismittel verwendet. Keiner der Angeklagten durfte Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen, was gegen das Völkerrecht verstößt.
Mohammed al-Roken hat in der Vergangenheit Personen in prominenten Menschenrechtsfällen vor Gericht vertreten und war zum Zeitpunkt seiner Festnahme als Rechtsbeistand für einige Reformbefürworter_innen tätig, denen man die Staatsangehörigkeit entzogen hatte.
Amnesty International betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen, der nur aufgrund der friedlichen Wahrnehmung seiner Rechte und seiner Arbeit als Verteidiger inhaftiert ist.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate und fordern Sie ihn auf, Mohammed al-Roken unverzüglich und bedingungslos freizulassen und das gegen ihn verhängte Urteil aufzuheben. Bitten Sie zudem höflich darum, Mohammed al-Roken vor Folter und anderer Misshandlung zu schützen und ihm regelmäßigen Zugang zu seinem Rechtsbeistand und seiner Familie zu gewähren.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Präsident
Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan
Ministry of Presidential Affairs
Abu Dhabi
P.O. Box 280
VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE
(Anrede: Your Highness / Sehr geehrter Herr Präsident)
Fax: 00 971 - 2 622 2228
E-Mail: ihtimam@mopa.ae

(Standardbrief Luftpost bis 20g: 0,75 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATE
S. E. Herrn Jumaa Mubarak Jumaa Salem Aljunaibi
Hiroshimastraße 18-20, 10785 Berlin
Fax: 030 - 51 65 19 00


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:

Präsident
Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan
Ministry of Presidential Affairs
Abu Dhabi
P.O. Box 280
VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Sehr geehrter Herr Präsident,

bitte geben Sie mir ein paar Minuten Zeit, um Sie über das Schicksal von Mohammed al-Roken zu informieren.
Mohammed al-Roken ist ein auch Ihnen bestimmt bekannter Menschenrechtsanwalt. Er wurde 2012 festgenommen und im Juli 2013 in einem Sammelgerichtsverfahren mit der Bezeichnung „VAE 94“ zu zehn Jahren Haft verurteilt. 

Mohammed al-Roken sowie die anderen Personen, die in dem Sammelverfahren angeklagt wurden, hatten in Untersuchungshaft keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand und wurden in Einzelhaft gehalten. Einige von ihnen gaben vor Gericht an, gefoltert worden zu sein - dennoch wurden die mutmaßlich durch Folter erzwungenen "Geständnisse" in dem Verfahren als Beweismittel verwendet. Keiner der Angeklagten durfte Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen, was gegen das Völkerrecht verstößt.
Amnesty International betrachtet Mohammed al-Roken als gewaltlosen politischen Gefangenen, der nur aufgrund der friedlichen Wahrnehmung seiner Rechte und seiner Arbeit als Verteidiger inhaftiert wurde.

Ich bitte Sie eindringlich Mohammed al-Roken unverzüglich und bedingungslos freizulassen und das gegen ihn verhängte Urteil aufzuheben. Ich vertraue darauf, dass Sie sich persönlich dafür einsetzen werden, Mohammed al-Roken vor Folter und anderer Misshandlung zu schützen.
Bitte gewähren Sie ihm regelmäßigen Zugang zu einem Rechtsbeistand und seiner Familie.

Hochachtungsvoll
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de


Anschreiben 
in Englisch als Druckausgabe:
pdf
 
Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
pdf
 

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