briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS JUNI 2014

 
Philippinen - Alfreda Disbarro
Alfreda Disbarro: © Private
Alfreda Disbarro saß am 3. Oktober 2013 in einem Internetcafé in Parañaque, als sich ihr zwei Polizeibeamte und ein inoffizieller Hilfspolizist näherten und ihr vorwarfen, eine Drogendealerin zu sein. Die alleinerziehende Mutter, die zeitweise als Polizeiinformantin gearbeitet hatte, wehrte sich vehement gegen die Anschuldigung und öffnete freiwillig ihre Taschen, um jeglichen Verdacht aus der Welt zu schaffen. Der Hilfspolizist richtete jedoch ohne Vorwarnung eine Waffe auf sie, während einer der Polizeibeamten ihr auf die Brust schlug. Dann wurde sie in Handschellen zum Drogendezernat der Polizei von Parañaque gebracht.
Dort angekommen, wurde Alfreda Disbarro von einem Hilfspolizisten abgetastet und mit gefesselten Armen in einen Raum mit fünf anderen Häftlingen gebracht. Nach zwei Stunden brachten Beamte sie in eine Küche. Ein hochrangiger Polizeibeamter schlug sie mehrfach in den Bauch und ins Gesicht. Dann schlug er sie mit einem Knüppel, stach mit seinen Fingern in ihre Augen und zwang ihr einen Wischmop in den Mund. Außerdem wurde Alfreda Disbarro mehrfach heftig gegen die Wand geschleudert. Anschließend übernahm ein anderer Beamter die Misshandlung und schlug sie mit einem Stock. Familienangehörige, die zur Polizeiwache gekommen waren, um Alfreda Disbarro zu sehen, durften nicht zu ihr.
Derzeit ist Alfreda Disbarro im Gefängnis von Parañaque inhaftiert und wartet auf ihren Prozess wegen Drogenhandels. Ihre Familie hat Drohungen erhalten und wurde mehrfach aufgefordert, die Stadt zu verlassen.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Generalinspekteur der philippinischen Polizei und fordern Sie ihn auf, umgehend Ermittlungen zu den Foltervorwürfen von Alfreda Disbarro einzuleiten. Diese Ermittlungen müssen unabhängig, unparteiisch und zielführend sein. Fordern Sie ihn außerdem auf, den Fall an die öffentliche Gerichtsbarkeit weiterzuleiten und mit anderen Ermittlungsbehörden zu kooperieren. Bitten Sie ihn höflich darum, unverzüglich Maßnahmen gegen alle an der Folter von Alfreda Disbarro beteiligten Polizisten zu ergreifen.

Schreiben Sie in gutem Philippinisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Police Director Alexander Roldan, Acting Inspector General,
Internal Affairs Service,
Philippine National Police Compound,
Camp General Crame,
Quezon City,
Metro Manila,
Philippines 1100
(Anrede: Dear Inspector General / Sehr geehrter Herr Generalinspekteur)
(Standardbrief Luftpost bis 20g: 0,75 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Philippinen
I.E. Frau Maria Cleofe R. Natividad
Uhlandstraße 97, 10715 Berlin
Fax: 030 - 87 32 551
E-Mail: info@philippine-embassy.de


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:
Police Director Alexander Roldan, Acting Inspector General,
Internal Affairs Service,
Philippine National Police Compound,
Camp General Crame,
Quezon City,
Metro Manila,
Philippines 1100

Sehr geehrter Herr Generalinspekteur,

am 3. Oktober 2013 wurde Alfreda Disbarro in einem Internetcafé in Parañaque von zwei Polizeibeamten und eineminoffiziellem Hilfspolizisten festgenommen.Sie warfen ihr vor eine Drogendealerin zu sein. Um jedem Verdacht auszuräumen öffnete sie freiwillig ihre Taschen. Dennoch wurde sie mit Gewalt und ohne Vorwarnung körperlich angegangen und zum Drogendezernat der Polizei von Parañaque gebracht.

Dort angekommen, wurde Alfreda Disbarro von einem Hilfspolizisten abgetastet und mit gefesselten Armen in einen Raum mit fünf anderen Häftlingen gebracht. Nach zwei Stunden brachten Beamte sie in eine Küche. Ein hochrangiger Polizeibeamter schlug sie mehrfach in den Bauch und ins Gesicht. Dann schlug er sie mit einem Knüppel, stach mit seinen Fingern in ihre Augen und zwang ihr einen Wischmop in den Mund. Außerdem wurde Alfreda Disbarro mehrfach heftig gegen die Wand geschleudert. Anschließend übernahm ein anderer Beamter die Misshandlung und schlug sie mit einem Stock.
 Familienangehörige, die zur Polizeiwache gekommen waren, um Alfreda Disbarro zu sehen, durften nicht zu ihr.
Derzeit ist Alfreda Disbarro im Gefängnis von Parañaque inhaftiert und wartet auf ihren Prozess wegen Drogenhandels. Ihre Familie hat Drohungen erhalten und wurde mehrfach aufgefordert, die Stadt zu verlassen.

Ich bitte Sie eindrücklich sofort Ermittlungen zu den Foltervorwürfen von Alfreda Disbarro einzuleiten. Diese Ermittlungen müssen unabhängig, unparteiisch und zielführend sein. Bitte leiten sie diesen Fall an die öffentliche Gerichtsbarkeit weiter und kooperieren Sie mit anderen Ermittlungsbehörden.
Ich bitte Sie unverzüglich Maßnahmen gegen alle an der Folter von Alfreda Disbarro beteiligten Polizisten zu ergreifen.

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de


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