briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS DEZEMBER 2013

 
Mexiko: Miriam López
Miriam López: © 
Amnesty International
Am 2.Februar 2011 nahmen zwei maskierte Männer Miriam López in ihrem Heimatort Ensenada im mexikanischen Bundesstaat Baja California fest. Die 30-Jährige, die gerade ihre Kinder zur Schule gebracht hatte, wurde zu einer Kaserne gefahren und dort eine Woche lang gefangen gehalten. Während dieser Zeit vergewaltigten Soldaten Miriam López mehrfach und folterten sie mit Elektroschocks. Sie zwangen die junge Frau, in schmerzhaften Positionen zu verharren und zogen ihr eine Plastiktüte über den Kopf, bis sie fast erstickte. Außerdem drohten die Soldaten Miriam López, sie würden ihrem Mann und ihren Kindern etwas antun, sollte sie nicht kooperieren. Man warf ihr vor, an Drogenhandel beteiligt zu sein, und folterte sie so lange, bis sie ein falsches Geständnis unterschrieb.
Anschließend kam Miriam López in eine Haftanstalt, bis ein Gericht im September 2011 schließlich ihre Freilassung anordnete. Wenige Monate später tauchten vor ihrer Haustür mehrere Soldaten auf, um sie einzuschüchtern. Miriam López war jedoch so mutig, wegen der Folter Anzeige zu erstatten. Im Oktober 2012 empfahl die mexikanische Menschenrechtskommission, die Täter zu bestrafen und Miriam López zu entschädigen. Doch obwohl die Täter und ihre Komplizen bekannt sind, kam es bisher zu keinem Gerichtsverfahren.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den mexikanischen Staatspräsidenten, in denen Sie ihn auffordern, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung der willkürlichen Inhaftierung, Vergewaltigung und Folter von Miriam López einzuleiten. Fordern Sie außerdem, dass die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Präsident Enrique Peña Nieto
Residencia Oficial de los Pinos
Casa Miguel Alemán
Col. San Miguel Chapultepec, C.P. 11850
Mexiko-Stadt
MEXIKO

(Standardbrief Luftpost bis 20g: € 0,75)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
I.E. Patricia Espinosa Cantellano
Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin
Fax: 030-269323-700
E-Mail: mail@mexale.de


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:
Präsident Enrique Peña Nieto
Residencia Oficial de los Pinos
Casa Miguel Alemán
Col. San Miguel Chapultepec, C.P. 11850
Mexiko-Stadt
MEXIKO                 

Sehr geehrter Herr Präsident,

am 2. Februar 2011 wurde die 30-jährige Miriam López in ihrem Heimatort Ensenada im Bundesstaat Baja California von zwei maskierten Männern festgenommen und in eine Kaserne gebracht. Dort wurde sie eine Woche lang festgehalten, mehrfach von Soldaten vergewaltigt , bedroht und gefoltert. Da sie unter Folter in einem falschen Geständnis zugab, an Drogenhandel beteiligt zu sein, kam sie anschließend in eine Haftanstalt. Erst im September 2011 wurde Miriam López wieder freigelassen. 
Trotz Einschüchterungsversuchen durch Soldaten hat Miriam López Anzeige wegen der Folter erstattet. Doch obwohl die Täter und ihre Komplizen bekannt sind, kam es bisher zu keinem Gerichtsverfahren.

Ich fordere Sie deshalb mit diesem Brief dazu auf, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung der willkürlichen Inhaftierung, Vergewaltigung und Folter von Miriam López einzuleiten. Bitte sorgen Sie weiterhin dafür, dass die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

n diesem Monat veröffentlichen wir als Briefe gegen das Vergessen drei Fälle des jährlich stattfindenden Briefmarathons. Die aus der ganzen Welt versendeten Appell- und Solidaritätsschreiben sollen auch bei Amnesty in Deutschland gezählt werden.
Deshalb unsere Bitte: Sammeln und melden Sie uns die Anzahl der verschickten Appelle an   bgdv-briefmarathon@amnesty.de.


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in Englisch als Druckausgabe:
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in Deutsch als Druckausgabe:
pdf
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