briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS MAI 2013
SRI LANKA - PRAGEETH EKNALIGODA  
 Prageeth Eknaligoda: © Privat
Der sri-lankische Journalist und Karikaturist Prageeth Eknaligoda wird seit nunmehr über drei Jahren vermisst. Er "verschwand" 2010 im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen auf dem Heimweg nach Homagama. Prageeth Eknaligoda war als Journalist und Karikaturist für Lanka-e-News in Colombo tätig und sprach seine Kritik an der Regierung offen aus. Vor seinem Verschwinden berichtete er aktiv über die Wahlen und hatte gerade eine Analyse beider Präsidentschaftskandidaten veröffentlicht, die zum Vorteil des Oppositionskandidaten Sarath Fonseka ausfiel.
Amnesty International ist nach wie vor sehr besorgt, dass Prageeth Eknaligoda möglicherweise wegen seiner Arbeit dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen ist.
Die Frau von Prageeth Eknaligoda, Sandya Eknaligoda, fordert seit dem "Verschwinden" ihres Mannes unermüdlich Informationen über seinen Verbleib und stößt dabei immer wieder auf beträchtliche Hindernisse. Als sie das "Verschwinden" von Prageeth Eknaligoda der Polizei meldete, weigerte sich diese zwei Wochen lang, in dem Fall zu ermitteln oder eine Anzeige von Sandya Eknaligoda entgegenzunehmen. Der Fall wurde schließlich der Kriminalpolizei in Colombo übergeben, machte jedoch so wenige Fortschritte, dass Sandya Eknaligoda sich veranlasst sah, eine offizielle Beschwerde über die Durchführung der Ermittlungen einzureichen.
Sandya Eknaligoda hat zudem beim Obersten Gerichtshof in Colombo einen Antrag auf Haftprüfung eingereicht und eine sofortige und umfassende Untersuchung beantragt. Die Polizei hat in diesem Fall bisher jedoch wiederholt um Aufschub gebeten. Als der Fall von Prageeth Eknaligoda im Dezember 2012 gehört wurde, betonte der Vorsitzende Richter, dass die Ermittlungen starke Defizite aufwiesen.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Polizeichef, in denen Sie ihn auffordern, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung des Verschwindenlassens von Prageeth Eknaligoda in die Wege zu leiten. Dringen Sie darauf, dass die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht und die Verantwortlichen in Verfahren, die den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entsprechen, vor Gericht gestellt werden.

Schreiben Sie in gutem 
Singhalesisch, Tamilisch, Englisch oder auf Deutsch an:

Inspector General of Police
N.K. Illangakoon
Inspector General of Police (IGP)
New Secretariat
Colombo 1
SRI LANKA
Fax: (00 94) 11 2 440440
E-Mail: igp@police.lk
(Anrede: Dear Inspector General / Sehr geehrter Herr Illangakoon)

(Standardbrief Luftpost bis 20g: € 0,75)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
S. E. Herrn Upali Sarrath Kongahage
Niklasstr. 19
14163 Berlin
Fax: 030- 809 097 57
E-Mail: info@srilanka-botschaft.de


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:

Sehr geehrter Herr Illangakoon,

im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in Sri Lanka im Jahr 2010 verschwand der sri-lankische Journalist und Karikaturist Prageeth Eknaligoda. Er wird seitdem vermisst. Die Ermittlungen der Polizei in diesem Fall weisen starke Defizite aus. So weigerte sich die Polizei zum Beispiel in den ersten zwei Wochen nach dem Verschwinden, überhaupt in diesem Fall zu ermitteln oder die Anzeige der Ehefrau anzunehmen. 
Prageeth Eknaligoda war als Journalist und Karikaturist für Lanka-e-News in Colombo tätig und sprach seine Kritik an der Regierung offen aus. Noch kurz vor seinem Verschwinden hatte er aktiv über die Wahlen berichtet. Amnesty International ist deshalb sehr besorgt, dass Prageeth Eknaligoda möglicherweise wegen seiner Arbeit dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen ist.

Ich fordere Sie dazu auf, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung des Verschwindens von Prageeth Eknaligoda in die Wege zu leiten. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht und die Verantwortlichen in Verfahren, die den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entsprechen, vor Gericht gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

Anschreiben 
in Englisch als Druckausgabe:
pdf
rtf
Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
pdf
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