briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS MÄRZ 2013

MEXIKO -TOMÁS GONZÁLEZ
   Tomás González:
   © Ricardo Ramírez Arriola
Der katholische Priester Tomás González leitet die Migrantenherberge "La 72" in Tenosique. Er hat zudem das Menschenrechtszentrum Centro de Derechos Humanos del Usumacinta (CDHU) gegründet und leitet es auch. Tomás González und die MitarbeiterInnen der Herberge werden aufgrund ihrer Tätigkeit für die Rechte von MigrantInnen schikaniert, eingeschüchtert und bedroht.
Mitglieder krimineller Banden drohten MitarbeiterInnen von "La 72" zuletzt im Dezember 2012 und auch 2013 hat es schon Berichte über Angriffe auf neu eingetroffene zentralamerikanische MigrantInnen gegeben, die Tenosique auf dem Weg in die USA durchqueren.
Für diese Menschenrechtsverletzungen ist bislang niemand zur Verantwortung gezogen worden und die Herberge könnte jederzeit wieder angegriffen werden. Der begrenzte Schutz, den die Behörden der Herberge eine Zeit lang zur Verfügung stellten, wurde im Oktober 2012 aufgehoben. Das Herbergsteam fordert die Behörden auf, die Sicherheit zu verbessern und die Angriffe gegen MigrantInnen zu unterbinden.
MenschenrechtsverteidigerInnen werden häufig als Vergeltungsmaßnahme für ihre Arbeit eingeschüchtert und bedroht. MitarbeiterInnen der Verwaltung und kriminelle Banden zielen insbesondere gegen Personen, die sich für die Rechte von MigrantInnen einsetzen und die Menschenrechtsverletzungen an ihnen anprangern.
Sowohl "La 72" als auch das CDHU befinden sich in Tenosique nahe der Grenze zu Guatemala. Die Herberge leistet den Flüchtlingen humanitäre Hilfe. Sie gibt ihnen Schutz, Nahrung, Wasser, Kleidung, Rat und Unterstützung auf dem Weg der MigrantInnen nach Norden.
Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den mexikanischen Innenminister, in denen Sie ihn auffordern, die Tätigkeit von Tomás González und anderen MenschenrechtsverteidigerInnen in "La 72" anzuerkennen und zu unterstützen. Dringen Sie darauf, dass er die notwendigen Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass das Herbergspersonal weiter gefahrlos arbeiten kann, indem ihnen Schutz zur Verfügung gestellt wird und die Straffreiheit im Fall von Menschenrechtsverletzungen ein Ende hat.

Schreiben Sie auf gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an:

 Miguel Ángel Osorio Chong
Minister of Interior
Secretario de Gobernación
Abraham González No.48
Col. Juárez, Del. Cuauhtémoc
México, D.F, C. P. 06600
MEXIKO
Fax: (00 52) 55 50933414 (Sie werden um die Durchwahl gebeten. Wählen Sie: 32356)
E-Mail: secretario@segob.gob.mx
(Anrede: Dear Minister / Sr. Secretario/ Sehr geehrter Herr Innenminister)

Senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:

Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3, 10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief downloaden. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:

Sehr geehrter Herr Innenminister,

der katholische Priester Tomás González leitet die Migrantenherberge „La 72“ in Tenosique an der Grenze zu Guatemala. Die Herberge leistet Flüchtlingen, die aus Zentralamerika Richung USA ziehen, humanitäre Hilfe:  Sie gibt ihnen Schutz, Nahrung, Wasser, Kleidung und Unterstützung.
Tomás González und seine Mitarbeiter werden aufgrund ihrer Tätigkeit für die Rechte von MigrantInnen schikaniert, eingeschüchtert und von kriminellen Banden bedroht. MigrantInnen, die auf dem Weg in den Norden durch Tenosique kommen, sollen angegriffen worden sein. Für diese Menschenrechtsverletzungen wurde bislang niemand zur Verantwortung gezogen und die Herberge könnte jederzeit wieder angegriffen werden. Der begrenzte Schutz, den die Behörden der Herberge eine Zeit lang gewährten, wurde im Oktober 2012 aufgehoben. 

Ich fordere Sie dazu auf, die Arbeit von Tomás González und den anderen MenschenrechtsverteidigerInnen in „La 72“ anzuerkennen und zu unterstützen. Bitte stellen Sie sicher, dass die MitarbeiterInnen der Herberge gefahrlos arbeiten können, indem Sie ihnen Schutz zur Verfügung stellen. Sorgen Sie bitte außerdem dafür, dass der Straffreiheit im Fall von Menschenrechtsverletzungen ein Ende gesetzt wird. 

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

Anschreiben 
in Englisch als Druckausgabe:
pdf
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Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
pdf
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