briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS OKTOBER  2006
USA
 

Scott Panetti

Scott Louis Panetti wurde 1995 wegen des 1992 begangenen Mordes an seinen Schwiegereltern zum Tode verurteilt. Er leidet seit langem an schweren psychischen Erkrankungen, darunter Schizophrenie. Vor der Tat war er mehr als zwölf Mal in stationärer Behandlung gewesen. Im September 1992 war Scott Panetti in das Haus seiner Schwiegereltern eingebrochen, in dem auch seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit ihrer dreijährigen Tochter lebte. Er erschoss seine Schwiegereltern aus nächster Nähe mit einem Gewehr. Seiner Frau und seiner Tochter erlaubte er, das Haus zu verlassen. Später stellte er sich der Polizei und gab an, von »Stimmen« beherrscht worden zu sein.

Im September 1994 kam eine Jury zu dem Schluss, dass Scott Panetti verhandlungsfähig sei, obwohl ein Psychiater, der als Gutachter der Anklagevertretung auftrat, die vorherige Diagnose über die Schizophrenie Scott Panettis bestätigt hatte und die Auffassung vertrat, dass die Wahnvorstellungen des Angeklagten die Gespräche mit seinem Verteidiger beeinträchtigen könnten.

Scott Panetti verzichtete auf sein Recht auf einen Verteidiger, und im Gerichtsverfahren im September 1995 verteidigte der Angeklagte sich selbst. Zahlreiche Zeugen, die an der Verhandlung teilgenommen hatten, bezeichneten das Verfahren als »Farce«, »Witz«, »Zirkusveranstaltung« und als »Hohn«. Die Mehrzahl der Personen, die dem Verfahren beigewohnt hatten, kamen zu dem Schluss, dass Scott Panetti nicht verhandlungsfähig war und aufgrund seiner psychischen Erkrankung nicht zum Tode verurteilt worden wäre, wenn ihn Anwälte verteidigt hätten.

Schreiben Sie bitte höflich formulierte Briefe an den Gouverneur von Texas, in denen Sie ihn auffordern, sich dafür einzusetzen, dass das gegen Scott Panetti verhängte Todesurteil umgewandelt wird.



Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an: 

The Honourable Rick Perry / Governor of Texas / State Capitol
PO Box 12428 / Austin / TX 78711 / USA
Telefax: 001 - 51 24 63 18 49.

Bitte senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:

Kanzlei der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
S.E. Herrn William Robert Timken, Jr. / Neustädtische Kirchstr. 4–5
10117 Berlin / Telefax: 030 - 238 62 90
E-Mail: über http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm

(Aerogramm bis 5g: € 1,00, Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70)


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief herunterladen. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:
Sehr geehrter Herr Gouverneur,

angesichts von Berichten über das Todesurteil gegen Scott Louis Panetti bin ich sehr besorgt. 
Er leidet seit langem unter schweren psychischen Erkrankungen, darunter Schizophrenie. 
Vor dem Verbrechen befand er sich über zwölf Mal in stationärer Behandlung.
Im September 1992 brach Scott Panetti in das Haus seiner Schwiegereltern ein, wo auch seine getrennt lebende Ehefrau und die dreijährige Tochter lebte. Er erschoß seine Schwiegereltern mit einem Gewehr. 
Seiner Frau und Tochter gestattete er das Haus zu verlassen. Später stellte er sich selbst der Polizei und gab an, von  Stimmen  beherrscht worden zu sein.
Im September 1994 entschied eine Jury, dass Scott Panetti verhandlungsfähig sei, obwohl ein Psychiater, der als Gutachter der Staatsanwaltschaft auftrat, die Diagnose über Scott Panetti's Schizophrenieerkrankung bestätigt hatte und die Auffassung vertrat, dass seine Wahnvorstellungen seine Gespräche mit seinem Anwalt beeinträchtigen könnten.
Scott Panetti verzichtete in seiner Verhandlung im September 1995 auf sein Recht auf seinen Verteidiger und verteidigte sich selbst. Zahlreiche Zeugen der Verhandlung bezeichneten das Verfahren als  Farce ,  Witz ,  Zirkus  und  Hohn . Die meisten Personen, die dem Verfahren beigewohnt hatten, gaben später an, dass er nicht verhandlungsfähig gewesen sei und dass er auf Grund seiner psychischen Erkrankungen nicht zum Tode verurteilt worden wäre, wenn er einen Verteidiger gehabt hätte. 
Daher fordere ich Sie dringend auf, das Todesurteil gegen Scott Louis Panetti in eine Gefängnisstrafe umzuwandeln.

Bitte informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit. 

Mit freundlichen Grüßen


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

Anschreiben 
(Übersetzung) in Englisch als Druckausgabe:
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in Deutsch als Druckausgabe:
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