briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS JULI/AUGUST  2006
THAILAND
 

Somchai Neelaphaijit, Phra Supoj und Charoen Wataksorn

Mehrere Polizisten, die im Zusammenhang mit dem »Verschwindenlassen« und der mutmaßlichen Ermordung des Menschenrechtsanwalts Somchai Neelaphaijit festgenommen worden waren, sind im Januar 2006 freigesprochen worden. Nur einer der Polizisten wurde für schuldig befunden, allerdings wegen geringerer Straftaten. Der Premierminister hatte zunächst zugesagt, dass die Behörde für Sonderermittlungen eine separate Untersuchung des Falls einleiten werde. Bislang ist diese Zusage nicht eingelöst worden. Somchai Neelaphaijit war im Mai 2004 in Bangkok »verschwunden«. Er war ein prominenter Kritiker der Erklärung des Kriegsrechts über einige südliche Provinzen 
Charoen Wataksorn©ai
und hatte als Anwalt fünf Personen vertreten, die im Zusammenhang mit Gewalttaten im Süden inhaftiert und gefoltert worden waren.
In den vergangenen fünf Jahren sollen in Thailand nahezu 20 Menschenrechtler wegen der friedlichen Verteidigung der Menschenrechte getötet worden sein. Die Behörden haben einem Klima der Straflosigkeit Vorschub geleistet, indem sie keine ausreichenden Untersuchungen durchführten, um die mutmaßlichen Täter vor Gericht zu stellen. Phra Supoj Suwagano, ein buddhistischer Mönch, wurde im Juni 2005 erstochen, nachdem er illegale Rodungen in der Nähe des Klosters im Norden des Landes aufgedeckt hatte. Charoen Wataksorn (Foto), ein Fischer und Umweltschützer, wurde im Juni 2004 erschossen, nachdem er über illegale Landübertragungen an die Behörden berichtet hatte. 

Schreiben Sie bitte höflich formulierte Briefe an den amtierenden Premier- und Justizminister und äußern Sie Ihre Bestürzung über die Tötung von Somchai Neelaphaijit, Phra Supoj Suwagano und Charoen Wataksorn und weiteren Menschenrechtlern in Thailand. Fordern Sie eine effektive Untersuchung der Tötungen, um die Verantwortlichen zu ermitteln und vor Gericht zu stellen.

Schreiben Sie in gutem Thailändisch, Englisch oder auf Deutsch an:

Chidchai Vanasatidya / Acting Prime Minister and Minister of Justice
Government House / Thanon Pissanulok / Dusit / Bangkok 10300
THAILAND (korrekte englische Anrede: Dear Prime Minister)

Bitte senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:

Botschaft des Königreichs Thailand
I.E. Frau Cholchineepan Chiranond / Lepsiusstr. 64–66
12163 Berlin / Telefax: 030 - 79 48 15 11
(Aerogramm bis 5g: € 1,00, Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70)
 


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief herunterladen. 
(siehe unten)
Hier der deutsche Text:

Sehr geehrter Herr Premierminister,

angesichts von Berichten über die Tötung von Somchai Neelaphaijit, Charoen Wataksorn, Phra Sujoj Suwagano und anderne Menschenrechtlern in Thailand bin ich sehr besorgt.
Somchai Neelaphaijit “verschwand“ Berichten zufolge im Mai 2004 inBangkok. Er war ein prominenter Kritiker der Verhängung des Kriegsrechts in einigen südlichen Provinzen Thialand und vertrat als fünf Personen als Anwalt, die Berichten zufolge in Zusammenhang mit Gewalttaten im Süden inhaftiert und gefoltert wurden. Mehrere Polizisten, die in Zusammenhang mit dem “Verschwinden” von Somchai Neelaphaijit's verhaftet worden waren wurden im Januar 2006 in der Hauptsache freigesprochen. Die vom Premierminister versprochene separate Untersuchung durch die Behörde für Sonderermittlungen fand nie statt. 
Charoen Watksorn, ein Fishcer und Umweltschützer, wurde im Juni 2004 erschossen, nachdem der den Behörden über illegale Landübertragungen berichtet hatte.
Phra Supoj Suwagano, ein buddhistischer Mönch,wurde im Jui 2005 erstochen, nachdendem er illegale Rodungen in der Nähe seines Klosters im Norden des Landes aufgedeckt hatte.
Daher fordere ich Sie dringend auf, effektive und gründliche Untersuchungen dieser Tötungen einzuleiten, um die Verantwortlichen zu ermitteln und vor  Gericht zu stellen. 

Bitte informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit. 

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

Anschreiben 
(Übersetzung) in Englisch als Druckausgabe:
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Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
[ pdf]
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