briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS MÄRZ 2006
Yemen
 

Fatima Hussein al-Badi

Fatima Hussein al-Badi ist in unmittelbarer Gefahr, hingerichtet zu werden. Sie war am 13. Juli 2000 gemeinsam mit ihrem Bruder wegen des Mordes an ihrem Ehemann Hamoud Ali al-Jalal festgenommen und am 17. Februar 2001 zum Tode verurteilt worden. Die beiden Angeklagten verfügten während des Prozesses weder über einen Rechtsbeistand, noch konnten sie vor Gericht Stellung nehmen.  

Fatima Hussein al-Badi
Nach Angaben ihres Rechtsanwalts beteuert Fatima Hussein al-Badi seit ihrer Festnahme ihre Unschuld. Sie soll von Polizisten gefoltert worden sein, weigerte sich jedoch, ein »Geständnis« abzulegen. Ihr Bruder soll gegenüber der Polizei »gestanden« haben, nachdem man ihm zugesichert hatte, Fatima Hussein al-Badi käme danach frei. Fatima Hussein al-Badi und ihr Bruder legten sowohl vor einem Berufungsgericht als auch vor dem Obersten Gerichtshof Rechtsmittel ein. Nachdem der Staatspräsident beide Todesurteile unterzeichnet hatte, wurde Abdullah Hussein al-Badi am 2. Mai 2005 hingerichtet. Im Oktober 2005 richtete Fatima Hussein al-Badi ein Gnadengesuch an den Staatspräsidenten, in dem sie ihn bat, das Todesurteil umzuwandeln, weil sie kein faires Gerichtsverfahren erhalten hatte. Dieses Rechtsmittel liegt nun dem Staatspräsidenten zur Entscheidung vor. Wenn er es zurückweist, könnte Fatima Hussein al-Badi unmittelbar nach dieser Entscheidung hingerichtet werden.


Schreiben Sie bitte höflich formulierte Briefe an den jemenitischen Staatspräsidenten, in denen Sie ihn auffordern, das gegen Fatima Hussein al-Badi verhängte Todesurteil umzuwandeln, und Ihre Sorge darüber äußern, dass sie in einem unfairen Prozess zum Tode verurteilt wurde. Fordern sie außerdem, dass die von Fatima Hussein al-Badi erhobenen Foltervorwürfe untersucht werden.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch an:

His Excellency General ’Ali Abdullah Saleh 
President of the Republic of Yemen / Sana’a / JEMEN 
(korrekte Anrede: Your Excellency) / Telefax: 00 967 - 1 - 27 41 47

Bitte senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:

Kanzlei der Botschaft der Republik Jemen 
S. E. Herrn Yahya Ali Mohamed Al-Abiad / Budapester Str. 37 
10787 Berlin / Telefax. 030 - 89 73 05 62 
E-Mail: botschaft-jemen@freenet.de oder 
konsulat@botschaft-jemen.de

(Aerogramm bis 5g: € 1,00, Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70)
 


Sie können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten Brief herunterladen. 
(siehe unten)
Hier die deutsche Übersetzung:

Ihre Exzellenz,

angesichts von Berichten, nach denen Fatima Hussein al-Badi in einem unfairen Verfahren zum Tode verurteilt wurde und sich nun in unmittelbarer Hinrichtungsgefahr befindet, bin ich sehr besorgt. 
Fatima Hussein al-Badi und ihr Bruder  Abdullah Hussein al-Badi wurden am 13. Juli 2000 für den Mord an Hamoud Ali al-Jalal, Fatma Hussein al- Badi's Ehemann, festgenommen. Sie und ihr Bruder wurden a, 17. Februar 2001 zum Tode verurteilt. Berichten zufolge hatten sie während der Verfahrens keinen Zugang zu einem Rechtsanwalt und konnten sich nicht selbst zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen äußern. Nach Angaben ihres Anwalts hat Fatima Hussein al- Badi seit ihrer Festnahme ihre Unschuld beteuert.
Ich bin ebenfalls darüber besorgt, dass Fatima Hussein al-Badi Berichten zufolge von Polizisten gefoltert wurde, um ein „Geständnis“ von ihr zu erpressen. Ihr Bruder soll gegenüber der Polizei „gestanden“ haben, nachdem man ihm versicherte, dass Fatima Hussein al-Badi danach freikäme. Obgleich die Todesurteile gegen Fatima Hussein al-Badi in einem unfairen Verfahren verhängt wurden, wurde , Abdullah Hussein al-Badi am 2. Mai 2005 hingerichtet.
Ich bin sehr besorgt, dass sich Fatima Hussein al-Badi nun in unmittelbarer Gefahr befindet könnte, ebenfalls hingerichtet zu werden. 
In Hinblick auf das unfaire Verfahren fordere ich Sie dringend auf, das Todesurteil gegen Fatima Hussein al-Badi's umzuwandeln. 
Weiterhin fordere ich sie dringend  auf, eine  Untersuchung der Foltervorwürfe einzuleiten und die Verantwortlichen von Gericht zu stellen.

Bitte informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit. 

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

Anschreiben 
(Übersetzung) in Englisch als Druckausgabe:
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Anschreiben 
in Deutsch als Druckausgabe:
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