briefe gegen das vergessen
BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS NOVEMBER 2005
GUINEA

Malick Condé und Cléophace Lamah 

Der Diamantenhändler Malick Condé und der Polizist Cléophace Lamah sind am 26. August 2005 von einem Gericht erster Instanz in der Hauptstadt Conakry des Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt worden. Nach Angaben von einem der Verteidiger werden die beiden Männer vor einem Gericht höherer Instanz Rechtsmittel einlegen und, falls die Todesurteile bestätigt werden sollten, ein Gnadengesuch an den Staatspräsidenten richten. amnesty international befürchtet, dass die Todesurteile jederzeit vollstreckt werden könnten, sollten sie aufrechterhalten werden. Beide Männer standen mit zwei anderen Angeklagten vor Gericht, die zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt wurden. Alle vier Personen hatte man im Oktober 2000 wegen Mordverdachts festgenommen. 

Auf einer Pressekonferenz Anfang August sagte der Sicherheitsminister des Landes, Ousmane Camara, dass »Guinea kein Zufluchtsort für Gesetzlose sein darf«. Sein Ministerium werde keine Gnade walten lassen und jeden Mörder hinrichten. 

In dem westafrikanischen Land ist die Todesstrafe bei einer Vielzahl von Straftatbeständen, darunter Mord, zwingend vorgeschrieben. Todesurteile werden durch ein Erschießungskommando vollstreckt. Mit der Hinrichtung von sieben Personen im Jahr 2001 wurde ein seit 1984 faktisch bestehender Hinrichtungsstopp wieder aufgehoben. 
 


Schreiben Sie bitte höflich formulierte Briefe an den Justizminister Guineas, in denen Sie die Umwandlung der gegen Malick Condé und Cléophace Lamah verhängten Todesurteile fordern. Fordern Sie die Regierung außerdem auf, ein Hinrichtungsmoratorium zu verhängen und Schritte zum völligen Verbot der Todesstrafe einzuleiten, um so gemäß dem weltweiten Trend diese in höchstem Maß grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe abzuschaffen. 

Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch an:

Mamadou Sylla / Ministre de la Justice 
Ministère de la Justice / face à l’Immeuble La Paternelle 
Conakry / GUINEA (korrekte Anrede: Monsieur le Ministre) 
Telefax: 002 44 - 41 16 17

Bitte senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:

Kanzlei der Botschaft der Republik Guinea 
S.E. Herr Aboubacar Dione / Jägerstr. 67–69 
10117 Berlin / Telefax: 030 - 20 074 33 33 
E-Mail: berlin@ambaguinee.de
(Aerogramm bis 5g: € 1,00, Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,55) 
 


Sie können dazu einen in französischer Sprache verfassten Brief herunterladen. 
(siehe unten)
Hier die deutsche Übersetzung:

Sehr geehrter Herr Minister, 

ich bin sehr besorgt, von dem Todesurteil gegen Malick Condé und Cléophace Lamah zu hören.  Die beiden Männer wurden wegen Mordes am 26. August 2005 in Conakry in erster Instanz veruteilt.
Bitte lassen Sie mich mein Mitgefühl mit den Verbrechensopfern und ihren Angehörigen zum Ausdruck bringen. Ich möchte die schwere des Verbrechens nicht   in Abrede stellen.
Dennoch muß ich Sie auffordern, die Todesurteile in lebenslängliche Haftstrafen umzuwandeln.
Bitte verkünden Sie ebenfalls ein Hinrichtungsmoratorium in Guinea und leiten Sie Maßnahmen in Richtung einer vollständigen Abschaffung der Todesstrafe ein. 
Ich lade Sie ein, den weltweiten Trend gegen eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe zu unterstützen.

Bitte informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit. 

Mit freundlichen Grüßen
 


Sollten Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine Kopie an amnesty international.
amnesty international, Postfach, 53108 Bonn 
Tel.: 0228/983730;
Fax: 0228/630036
E-mail: Info@amnesty.de   Internet: www.amnesty.de

Anschreiben 
(Übersetzung) in Französisch als Druckausgabe:
[ pdf ]
[ rtf ]

zurück
home
ai allgemein
Mitglied werden
amnesty deutschland
ai in soest
presse
kontakt
impressum
aktuelles
briefe gegen     das vergessen