amnesty international - 
was ist das eigentlich? - 
Eine kurze   Einführung

Dieses Video informiert anschaulich über die Arbeit von amnesty international:
http://www.youtube.com/amnestydeutschland

Ein Blick zurück
amnesty international (ai) ist heute eine weltweit arbeitende Menschenrechtsorganisation. Am Anfang stand die Empörung eines Mannes: 
Der britische Rechtsanwalt Peter Benenson hatte  1961 in der Zeitung gelesen, dass in Portugal zwei Studenten zur Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, nur weil sie in einem Lokal die Gläser erhoben und auf die Freiheit angestoßen hatten. 
In Portugal unterdrückte Diktator Antonio Salazar damals alle demokratischen Aktivitäten. Ein Toast auf die Freiheit war nicht schon ein Verbrechen. 
Peter Benenson war empört und suchte Mitstreiter für seine Idee, für die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener wie der beiden portugiesischen Studenten zu kämpfen. 
Aus der kleinen Initiative ist eine Organisation mit über einer Million Mitgliedern geworden. 1977 bekam ai den Friedensnobelpreis - eine besondere Anerkennung und Ermutigung.
In der Bundesrepublik gehörten die Journalisten Carola Stern und Gerd Ruge zu den Initiatoren der deutschen ai-Sektion. Heute sind in Deutschland rund 600 Lokal- und Jugendgruppen aktiv.
Was will amnesty international erreichen?
Ziele der Arbeit von amnesty international sind:
  • Freilassung gewaltloser politischer Gefangener, 
  • faire Prozesse für alle Angeklagten,
  • Kampf gegen Folter,
  • Kampagnen gegen die Todesstrafe und das “Verschwindenlassen” von Menschen,
  • Einsatz für Gerechtigkeit gegenüber Opfern von Menschenrechtsverletzungen,
  • Bestrafung der Täter nach rechtsstaatlichen Normen, 
  • Schutz von Menschenrechtsverteidigern,
  • Schutz  von Asylsuchenden, denen die Rückführung in einen Land droht, dass ihre Menschenrechte nicht achtet.
  • Gerechtigkeit für Opfer von Menschenrechtsverletzungen
Leitschnur für diese Arbeit ist die Internationale Erklärung der Menschenrechte, die die Vereinten Nationen 1948 verabschiedet haben (www.uno.de), und weiterer internationaler Abkommen zum Schutz der Menschenrechte.
Immer wichtiger in der Arbeit von amnesty international ist die Sicherung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte. ai beobachtet die Einhaltung von Menschenrechtsstandards in den Aktivitäten international tätiger Unternehmen. amnesty international reagiert mit dieser Erweiterung des ursprünglichen Arbeitsbereichs auf die Herausforderungen der Globalisierung.
Neuerdings fordert  amnesty international auch verstärkt die Sicherung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte und beobachtet die Einhaltung von Menschenrechtsstandards in den Aktivitäten international tätiger Unternehmen. amnesty international reagiert damit auf die Herausforderungen der zunehmenden Globalisierung.
“Mit Gewissheit können wir sagen, dass amnesty international Menschenleben gerettet, menschenrechtliche Initiativen angestoßen und dazu beigetragen hat, dauerhafte Verbesserungen herbeizuführen”, zog der damalige ai-Generalsekretär Pierre Sané Bilanz zum 40-jährigen Bestehen. Ein positives Fazit, auch wenn  die Erfolge der Menschenrechtsarbeit im Einzelfall häufig nicht messbar sind.
Wie arbeitet amnesty international?
Das internationale Sekretariat von ai hat seinen Sitz in London. Von dort werden die Aktivitäten in fast 100 Ländern koordiniert. Die deutsche  Sektion hat ihren Sitz (noch) in Bonn. ai Deutschland untergliedert sich in Bezirke, denen wiederum Gruppen wie die in Soest zugeordnet sind.
amnesty international ist eine demokratische Bewegung. Oberstes Organ ist der Internationale Rat. Er tagt alle zwei Jahre. Alle nationalen Sektionen sind in diesem Gremium vertreten. Der Internationale Rat bestimmt die grundsätzliche Ausrichtung der ai-Arbeit und wählt den Führungsstab der Organisation. Die demokratische Struktur setzt sich bis in jede einzelne Gruppe fort.
Amnesty ist parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig und bewertet die Einstellungen der Opfer von Menschenrechtsver- letzungen nicht. amnesty stellt sich bei kriegerischen Auseinander- setzungen nicht auf die Seite einer Partei.
So genannte Rechercher ermitteln und dokumentieren überall auf der Welt im Auftrag von ai Menschenrechtsverletzungen.  ai macht belegte Verstöße gegen Menschenrechtsstandards öffentlich. Als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) nimmt ai an vielen internationalen Konferenzen teil und setzt sich dabei für die Menschenrechte ein.
Kampagnen zu Themen wie Folter oder Menschenrechtsver- letzungen an Frauen stellen Öffentlichkeit her. Briefe, Faxe und E-Mails an Regierungen gehören genauso zum Repertoire der Menschenrechtsarbeit wie Unterschriftensammlungen, Info-Stände, Protestaktionen, Vortragsabende, Ausstellungen und viele andere Aktivitäten, die dazu beitragen, Verstöße gegen die Menschen- rechte ins Bewusstsein zu rücken.
“Der größte Feind der Menschenrechtsverletzer ist eine informierte Öffentlichkeit”, ist ein Leitgedanke der ai-Arbeit.
Die direkte Betreuung und Unterstützung von Opfern ist ein weiterer wichtiger  Arbeitsbereich. Die einzelnen ai-Gruppen betreuen oft einen oder mehrere Gefangene oder “Verschwundene”. Sie setzen sich für ihre Freilassung bzw. für die Aufklärung ihres Schicksals ein. 
Ausführliche Informationen im Internet unter www.amnesty.org ( in englischer Sprache) und www.amnesty.de (Web-Site der deutschen ai-Sektion).
Jeden Monat berichtet das ai-journal über die Menschenrechts- arbeit. Die Zeitschrift liegt auch in der Soester Stadtbücherei aus. Jedes Jahr veröffentlicht ai einen Jahresbericht, der die Arbeit der Organisation vorstellt und Menschenrechtsverletzungen Land für Land darstellt (Fischer Taschenbuch). 
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